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ALAG Auto-Mobil GmbH & Co. KG - Beschlußfassung über Liquidation

aktuell: lesen Sie unter ALAG - Liquidation mehr

ALAG AUTO-MOBIL AG - LEASETREND AG - ALBIS AG

Atypisch stille Beteiligung für Privatanleger - fehlende Aufklärung?


München, 10.10.2008; Weitere Anbieter von atypisch stillen Beteiligungen sind die ALAG Auto-Mobil AG & Co. KG, ehemals ALAG Auto-Mobil AG, und Leasetrend AG, beides Tochterunternehmen derALBIS AG

Die ALAG Auto-Mobil AG, kurz ALAG AG genannt, ist eine Gesellschaft, die atypisch stilles Gesellschaftskapital von Privatanlegern mit einer monatlichen Beteiligung ab € 50,00 oder einer Einmaleinlage ab € 5.000,00 aufgenommen hat. Laut Prospekt soll wesentlicher Gegenstand des Unternehmens Leasinggeschäfte aller Art, sowie die kurz- und mittelfristige Vermietung von Kraftfahrzeugen aller Art, insbesondere der An- und Verkauf von Wirtschaftsgütern aller Art, sowie deren Vermietung an Dritte, Finanzierungen dieser oder artverwandter Geschäfte sein. 

Atypisch stille Gesellschafter
Durch die Aufnahme von atypisch stillen Gesellschaftern wollte sich die Gesellschaft einen Kapitalzufluss von gesamt € 150 Mio. zuführen. Allein im Platzierungszeitraum 2002 und 2003 sollte auf diese Weise ein Kapital von € 85,5 Mio. eingenommen werden. Die Platzierungskosten für dieses Kapital, sprich die Geldabflüsse für die Provisionen der Vermittler unter der Rothmann & Cie. AGsollten sich laut Prospektangaben auf € 33,6 Mio. zuzüglich Agio von € 9 Mio. in diesen Jahren belaufen. Ausgehend von dem bis zu diesem Zeitpunkt 2003 eingezahltem Kapital der stillen Gesellschafter von € 85,5 Mio., satte 39%. Daneben fallen selbstverständlich noch Kosten für die Verwaltung, die Geschäftsführervergütung und eine sogenannte Risikovorsorge an. 

Neben den Chancen auf einen anteiligen Unternehmensgewinn, bestehen bei einer solchen Gesellschaftsbeteiligung erhebliche Risiken. So gibt es von vornherein keinen konkreten nachvollziehbaren Investitionsplan. Dieser gefährliche sogenannte Blind-Pool-Charakter birgt die besondere Gefahr, dass man nicht ohne weiteres erkennt, ob der Verlauf der Gesellschaft plankonform, schlechter oder besser ist. Damit ist der Anleger der Fondgeschäftsführung ausgeliefert, was besonders problematisch ist, wenn wie hier auch das Stimmrecht der meisten Anleger über die Treuhandgesellschaft GNS Treuhand GmbH wahrgenommen wird. 

Die Prospekte der ALAG AG und der Leasetrend AG weisen versteckt auf die Gefahr einesTotalverlustes der Einlagen hin. Geht die Gesellschaft in die Insolvenz oder die Liquidation, so muss der stille Gesellschafter seine gesamte Einlage leisten. Problematisch ist dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Gesellschaft an die Anleger sogenannte gewinnunabhängige Entnahmenauszahlte. 

Diese Entnahmen werden unabhängig davon gezahlt, ob die Gesellschaft tatsächlich Gewinne erwirtschaftet (im Gegensatz zu Ausschüttungen). Der Anleger schmälert so sein eigenes Kapitalkonto bei der Gesellschaft, so dass weniger Geld für Investitionen bleibt und auch die Nachhaftung mit der Einlagesumme wieder hergestellt wird. Diese Entnahmen bzw. Ausschüttungenhat die ALAG AG zwischenzeitlich eingestellt, wobei allgemeine Probleme auf dem Finanzmarkt als Gründe genannt werden. 

Dass eine solche Entnahmepraxis zu erheblichen Problemen führen kann, hat bereits das Beispiel der großen Vernichtungsmaschinerie der Göttinger Gruppe gezeigt. Auch dort führten diese gewinnunabhängigen Entnahmen und die vorgezogenen Provisionskosten der Gesellschaft neben einigen "ungünstigen" Investitionen zur Aushöhlung der Gesellschaft und damit auch zur Insolvenz. 

Altersvorsorge?
Den durch uns beratenen Anlegern dieser Gesellschaften wurde dies bei Abschluss der Verträge nicht erläutert. Vielmehr wurde mit einer risikolosen Geldanlage für die Altersvorsorge geworden. Insbesondere wurde damit geworben, dass es sich bei den Produkten ähnlich einer Kapitallebensversicherung verhält, nur dass erheblich bessere Renditen erzielt würden. Wären sie über die Hintergründe aufgeklärt worden, so hätten sie sich an diesem Produkt nicht beteiligt. Eine klassische Fehlberatung die der Gesellschaft zuzurechnen ist. 

Ob auch die ALAG AG oder die Leasetrend AG einer Insolvenz entgegensteuern, müssen weitere Recherchen zeigen. Die Einstellung der Entnahmen zeigt zumindest, dass die Gesellschaft Gewinne nicht in der erforderlichen Form aufweist. Grund genug, Ansprüche im Einzelfall zu überprüfen.