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Hauptversammlung für 2001 bringt nichts neues - außer Verlusten; Handel in der Aktie eingestellt; "Börsenwert" des Unternehmens bei 3,6 Mio. Euro; Vorstand Rinnewitz: "Alles wird gut"; erste Klage in München eingereicht.

München, 17.06.03; Leider waren wir verhindert, an der Hauptversammlung der Securenta für 2001, die immerhin mit nur noch einjähriger Verzögerung nun doch abgehalten wurde, teilzunehmen. Viel versäumt haben wir nicht, der aktuelle Geschäftsbericht liegt zwischenzeitlich ebenfalls vor. Wenn alles besser oder gar "gut" wird, dann ist jedenfalls im Zahlenwerk davon nichts zu spüren. Man weist einen weiteren Verlust von ca. von 13,1 Mio. DM (6,7 Mio. Euro) aus, zu dem wieder 25 Mio. DM (12,8 Mio. Euro) "Erträge aus der Zuweisung von Verlusten" - gleichzusetzen mit einem weiteren Rupfen der atypisch stillen Gesellschafter - hinzuzurechnen sind.

Der Moloch verschlingt also weiterhin fast 20 Mio. Euro jährlich, ohne dass Einnahmen außerhalb der immer noch geschätzt 1,5 Mio. Euro monatlich, die man den gebeutelten Anlegern nach wie vor belastet, erkennbar wären. So dümpeln auch Konzernunternehmen wie etwa die Gutingia oder die Dentallabore Dohrn nach wie vor in der Verlustzone. Warum sich das ggf. irgendwann ändern sollte, ist unerfindlich. Die Holding hat das eingesammelte Kapital verzockt und hängt am Tropf der Securenta. Testierte Jahresabschlüsse der "Mutter" werden hier schon seit vielen Jahren nicht mehr vorgelegt.

Die "Stillen" warten weiter auf ihr Geld. Dem Bericht von Rinnewitz zur Hauptversammlung ist immerhin zu entnehmen, dass man an einer "Lösung für die Auseinandersetzungsguthaben 1999 bis 2002" arbeite. Wie schön. Wir können aus der Praxis dokumentieren, wie das aussehen kann. Da werden reihenweise Minimalguthaben oder gar Forderungen seitens der Securenta ausgewiesen, wenn etwa die Gesellschafter Entnahmen hatten. Was da zusammenkommt, kann man wiederum dem Geschäftsbericht entnehmen: Die saldierten Gewinn- und Verlustkonten der Anleger belaufen sich mittlerweile auf 126.016.800 DM oder 64,5 Mio. Euro. Oder anders: Ohne diesen höchst problematischen Posten läge eine deutliche Überschuldung vor. So geht man nach Securenta- Ansätzen von einem Kapital von 48 Mio. Euro aus. Der Markt rechnet offenbar anders, wie man etwa dem Hauptversammlungsbericht des Nebenwertespezialisten GSC-Research entnehmen kann. O-Ton:

Ein Handel in der Aktie findet, nachdem zuletzt Kurse um 0,05 Euro genannt wurden, zur Zeit überhaupt nicht mehr statt. Einige Aktionäre scheinen auf diesem Niveau aber durchaus Interesse an dem Papier zu haben, so dass es vielleicht wirklich sinnvoll wäre, den Handel bei der VEH wieder aufzunehmen. Aus Sicht des Verfassers gehört aber schon sehr viel Zuversicht und Optimismus dazu, dem Unternehmen eine Bewertung von fast 3,6 Mio. Euro (bei 71,8 Mio. Aktien) zuzubilligen. Konkrete Anhaltspunkte, aufgrund derer sich ein Engagement in dem Unternehmen fundamental rechtfertigen lassen könnte, sind schließlich nicht erkennbar.

Wohl wahr. Zwischenzeitlich wird das Immobilienvermögen verwertet. Das Objekt Duisburg Meiderich, Glanzstück der ehemaligen Göttinger Vermögensanlagen GmbH, ist bereits verkauft, der Erlös verteilt. Über den Verkauf des Göttinger Renommierobjekts Siekhöhe wird überlaut nachgedacht, sämtliche Immobilien sind zugunsten von Banken, der Partin Insolvenzverwaltung und dem Finanzamt (auch da hat man Schulden, die man in wöchentlichen Raten abstottert) verpfändet.

Wir halten das System nach wie vor für Anlagebetrug, da die Mittel zweckwidrig verwendet wurden und insbesondere nicht einem irgendwie geartetem Vermögensaufbau zugunsten der Gesellschafter und Aktionäre zugute kamen. Da unser Vertrauen in die Niedersächsische Justiz erheblich gelitten hat, klagen wir nun regional. Eine erste Klage in München ist bereits ausgelaufen.

Wir berichten weiter.