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DA Deutsche Anlagen Gruppe geht mit Rinnewitz-Konzept und Futura-Vertriebspower auf Kundenfang

München, 06.04.2004; Wenn man der Süddeutschen Zeitung trauen darf, wollte Roland Berger nicht. Kajo Neukirchen wollte auch nicht und Ex-Bundesbank-Präsident Karl Otto Pöhl ebenfalls nicht. Aber offensichtlich ist es im Deutschland unserer Tage nicht schwer, einen un- oder unterversorgten Minister zu finden, wenn man eine Galionsfigur braucht. In diesem Fall Rupert Scholz, Ex-Verteidigungsminister und Jura-Professor (für Verwaltungsrecht).

Und große Namen werden natürlich benötigt für ein großes Projekt. Geht es doch um nicht weniger als darum, "Privatanlegern mit vergleichsweise kleinen Beträgen das Tor zu einem Anlageuniversum zu öffnen, das sonst nur großen Investoren vorbehalten" sei. Und das geht ab einmalig 600 € oder monatlich 25 €, zuzüglich Agio, versteht sich. Wer jetzt meint, er hätte das alles schon einmal gehört, täuscht sich nicht. Hinter dem Fondskonzept soll ausweislich der Süddeutschen Zeitung (Nr. 79/2004, S. 27) niemand anderer stecken als Jürgen Rinnewitz. Eine Tochter der Göttinger Gruppe habe für das Konzept ein einmaliges Honorar von ca. 2,8 Mio. € erhalten und die Anlegerverwaltung mache niemand anderes als das Backoffice der Göttinger Gruppe, wohl die Customer Service Center GmbH.

Auch beim Vertrieb findet man alte Bekannte. Der soll von der Futura Finanz organisiert werden, die sogleich eine Platzierungsgarantie von 200 Mio. € abgegeben haben soll. Wir erinnern uns: Die Futura hat bis 2000, als schon längst die Spatzen von allen Dächern pfiffen, es brenne dort lichterloh, Securenta-Beteiligungen vertrieben und bringt derzeit stille Beteiligungen und KG-Anteile an der Frankonia unter die Leute. Mit nicht eben freundlichen Methoden, wenn man der plusminus-Redaktion glauben darf. Die sendete am 10.02.2004 das Originalzitat eines Exmitarbeiters: "Das Ziel ist keine Anlageberatung, Das Ziel ist es, den Kunden auszurauben".

Den Ruf Turguts nach einer "Qualitätsoffensive" nehmen wir vor diesem Hintergrund nicht allzu ernst. Auch das neue Produkt sollte mit Vorsicht betrachtet werden. Die Konzeption ist, wenn wir das richtig verstanden haben, wieder einmal ein Blind-Pool, der diesmal aus einem "Immobilien-Portfolio" (Plan-Rendite 7%), einem "Private-Equity-Portfolio" (Plan-Rendite 16%), einem "Wertpapier-Portfolio" (10% p.a.) und einem "Alternative-Investments-Portfolio" (bitte englisch aussprechen, Plan-Rendite 12% p.a.) bestehen soll. Die Ansätze kann man getrost als mutig bezeichnen, wenn man sie etwa mit am Markt eingeführten Angeboten vergleicht. Unter "Alternative Investments" darf man sich die Beteiligung an Hedge-Fonds vorstellen, was nun in der Tat Otto-Normalsparer völlig neue Dimensionen erschließt.

Was das Ganze dem Anleger letztlich bringt, ist zweifelhaft. Die Kosten insbesondere bei Sparverträgen mit den dargestellten Mindestanlagen sind hoch, die wie bei den anderen Angeboten auch anfänglich in voller Höhe belasteten Provisionen stellen eine massive Liquiditätsbelastung dar (vgl. Berechnungsbeispiel). Wie man da die dargestellten Ansätze erreichen will, ist fraglich. Und noch etwas erinnert fatal an die Mutter aller vergleichbaren Kapitalanlagen: Wie bei der Securenta besteht ein Teil der unternehmerischen Aktivitäten darin, mit der "Invictum" eine Vertriebsorganisation aufzubauen. Weil sich das doch so schön rentiert.

Für die Seriosität bürgen neben Ex-Minister Scholz noch diverse Ex-Staatssekretäre (Holl, SPD, Härdt, CDU, Butz, CDU), Ein Ex-Senator (Rasch, FDP) und einige Ex-Manager (Dreyer, debitel, Ginsberg, Spiegel, Schade, Westd. Genossenschaftszentralbank). Wobei man sich darauf nicht verlassen sollte. Wir erinnern uns: Für die Göttinger Gruppe posierten unter anderem Hans-Dietrich Genscher, Otto Graf Lambsdorff und ausweislich der Süddeutschen Zeitung sogar Helmut Kohl. Und was hat das den Anlegern geholfen?

Wir bleiben für Sie am Ball. Im Augenblick fürchten wir noch nicht, dass uns bald die Arbeit ausgeht.