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Göttinger Gruppe zahlungsunfähig?

Bedenkliche Finanzpraktiken der Niedersachsen

Macht sich beim Niedersächsischen Finanzriesen Endzeitstimmung breit? Neuerdings werden fällige Verbindlichkeiten nicht bedient. Es müßten angeblich Rückstellungen gebildet werden, um Zahlungsverpflichtungen aus dem Komplex Partin Bank auszugleichen. Hier wartet die Welt ja auf eine Entscheidung des OVG Münster, die in ein bis vier Wochen fallen soll.

Wir entnehmen daraus, daß das Geld im Hause Securenta genau gezählt werden muß, zumal ein derartiger Schritt bisher vermieden wird. Die Situation stellt sich aus unserer Sicht um so dramatischer dar, als der von der Securenta mit einem Gutachten beauftragte Freiburger Gesellschaftsrechtler Prof. Dr. Blaurock interne Geldtransfers unter den einzelnen Segmenten der Göttinger Gruppe von strengen Auflagen abhängig gemacht hat. Werden sie mißachtet, verletzen die Geschäftsführer die gesellschaftsrechtliche Treuepflicht und setzen sich dem - in Braunschweig aber wohl nicht so ernst zu nehmenden - Vorwurf strafrechtlicher Untreue aus. Danach darf ein Vermögenstransfer von einem zum anderen Segment nur dann erfolgen, wenn eine konkrete Ausgleichsleistung, z.B. durch die Übertragung von Immobilien, erfolgt, wie er auch unter völlig fremden Unternehmen üblich wäre.

Dahinter steht, daß die Partin Bank in den Segmenten II und VI ruht, während die jetzt einbehaltenen Mittel offenbar aus anderen Segmenten kommen müssen, zumal die betreffenden Segmente keine laufenden Einzahlungen zu verbuchen haben dürften. Es wäre jedenfalls nicht erklärlich, woraus diese kommen sollten und wieso dies Einfluß auf die Liquidität der gesamten Gruppe haben könnte. Daß hier eine Kompensation erfolgen könnte, die einem Vergleich mit unter fremden Unternehmen üblichen Geschäften standhalten könnte, ist für uns nicht vorstellbar. Mit welchen Sicherheiten müßte ein Kredit unterlegt sein, der aus Einkünften der maroden Partin Bank getilgt werden sollte? Wenn man die hat, warum nimmt man dann kein Darlehen auf, wo man doch die Risiken aus einem selbst in Auftrag gegebenen Gutachten kennt, das noch nicht einmal 2 ½ Monate alt ist?

Diese Erwägungen stehen zudem vor dem Hintergrund, daß die Göttinger ja im Geld schwimmen sollten, wird doch in allen Verlautbarungen des Konzerns stets die hohe Eigenkapitalquote hervorgehoben. Wir hatten da allerdings stets unsere Zweifel. Und dürfen uns - leider - durch die zwischenzeitlichen Entwicklungen bestätigt fühlen. Noch scheint nicht alles verloren. Wir bleiben dran. Schauen Sie bald wieder vorbei. Unser nächster Text wird sich mit steuerlichen Fragen bei der außerordentlichen Kündigung befassen.

p.s.
Eine testierte Bilanz 1999 soll es (mit Prüfungsvermerk 06.02.2001) nun geben. Die muß allerdings so verheerend sein, daß man sie der Öffentlichkeit nicht präsentieren möchte. Eine Hauptversammlung (zuletzt angekündigt für Mitte Juni) ist noch nicht in Sicht. Die wäre seit August 2000 überfällig (§ 175 Abs. 1 S. 2 AktG). Aber um solche Details kümmern sich die Göttinger schon seit langem nicht mehr (die Bilanz 2000 hätte z.B. zum 31.03.2001 vorliegen müssen, die 99er ein Jahr früher).