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Leichenfledderei?

Die "Wirtschaftsfahndung Krügel" will für Geschädigte der Langenbahn KG tätig werden - mit höchst zweifelhaften Erfolgsaussichten.

München, 12.08.2002; Gebeutelt sind sie, die Geschädigten der Langenbahn KG des Werner Langenbahn. Ihre Einlage müssen sie abschreiben, in vielen Fällen drücken noch langjährige Kreditverpflichtungen. KG und Langenbahn selbst sind jeweils im Insolvenzverfahren, so daß hier nicht viel zu holen sein dürfte. Dies, zumal sowohl der Insolvenzverwalter der Langenbahn KG, der Münchener Rechtsanwalt Michael Jaffé, als auch sein ebenfalls in München ansässiger Anwaltskollege Dr. Joseph Füchsl, Anmeldungen der atypisch stillen Gesellschafter bislang unisono bestreiten. Der eine, weil er die Stillen, die ja vertragsgemäß auch am Verlust beteiligt sind, überhaupt nicht für berechtigt hält, Ansprüche gegen die Gesellschaft zu erheben, der andere, weil er sagt, die Ansprüche müßten zunächst bei der KG angemeldet werden und nur deren Insolvenzverwalter könnte Forderungen der Gesellschafter gegen deren Komplementär Werner Langenbahn geltend machen.

Ansichten, über die sich natürlich angesichts des strafrechtlichen Hintergrundes der Angelegenheit trefflich streiten läßt, die aber mindestens einmal ein Musterverfahren gegen die jeweiligen Insolvenzverwalter bedingen, bevor man überhaupt als Konkursgläubiger anerkannt wird. Und ob dies lohnt, muß angesichts der Höhe der bislang bekannten Forderungen und der bis dato festgestellten Vermögenswerte als zweifelhaft gelten. Eine verfahrene Situation, fürwahr. Und der würdige Hintergrund für echte Streiter um Recht und Gerechtigkeit.

Vorhang auf für die "Wirtschaftsfahndung Krügel". Schon der Name läßt großes erhoffen, und dementsprechend wird auch nicht gekleckert, sondern geklotzt. Man habe Erkenntnisse über Vermögensverschiebungen des Werner Langenbahn, die man "mit einem Anwalt" im Sinne der Opfer einsetzen wolle. Bedingung ist allerdings, daß zunächst ein Vorschuß von 3,5% der Einlage erbracht werde, mit dem dann nicht näher spezifizierte Aktionen in die Wege geleitet werden. Ein Ansinnen, das wir, mit Verlaub, nicht für seriös halten. Denn es ist uns nicht ersichtlich, vor welchem rechtlichen Hintergrund Gelder unmittelbar für die IG-Mitglieder mobilisiert werden könnten.

Bei derartigen Vermögensverschiebungen, deren Gefahr in Fällen wie diesen natürlich immer besteht, denkt man zunächst an die Anfechtung mit der Folge, daß die verschobenen Werte wieder an Werner Langenbahn zurückfließen würden. Und damit in die Insolvenzmasse und eben nicht an individuelle Geschädigte. Aus diesem Grunde kann derartige Ansprüche auch nur der Insolvenzverwalter geltend machen. Etwaige Rückflüsse mehren die Masse. Womit sich für die IG-Mitglieder zwei Probleme auftun. Zum einen bereichern sie mit irgendwelchen Aktionen bestenfalls die Insolvenzmasse, und zum anderen kommen sie an den Kuchen gar nicht ohne weiteres heran. Und wenn sie sich mit einem Musterprozeß an den Futtertrog geklagt haben, können Sie mit einer Quote rechnen, die ihnen vielleicht ihren Einsatz, bestenfalls ein wenig mehr verspricht. Ein klassisches Nullsummenspiel.

Wir raten deshalb von derartigen Aktivitäten ab. Wenn man seinen Schaden reduzieren will, kann man im Einzelfall versuchen, sich gegen die Darlehensforderungen zu wehren. Hier führen wir derzeit einen Prozeß gegen die Sparkasse Fürth, dessen Entscheidung kurzfristig ansteht. Wir werden berichten. Auch die Inanspruchnahme der Vermittler ist im Einzelfall nicht chancenlos. Pauschale Lösungen anzubieten, halten wir allerdings nicht für realistisch. Die Aktivitäten der IG werden wir beobachten.