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Merkwürdige Aktivitäten der Frohburger Wirtschaftsberatung

Ominöse Sammelklage mit angeblich mehr als 1.000 Beteiligten wird mit unserer Kanzlei in Verbindung gebracht - wir warnen vor einer derartigen Aktion, da außer erheblichen Kosten damit nichts bewirkt werden kann

München, 01.12.2004; Wir erhielten in jüngster Vergangenheit mehrfach Mitteilungen bzw. Anfragen von Securenta-Geschädigten, die Informationen über eine Sammelklage wollten, die von der Frohburger Wirtschaftsberatung initiiert werden sollte. Nach Auskunft dieser Gewährspersonen sei in Versammlungen geäußert worden, dass wir, das heißt unserer Kanzlei, diese Klage führen würde. An einer dieser Versammlungen hätte ich angeblich selbst teilnehmen sollen, sei allerdings krankheitsbedingt verhindert gewesen.

Hier wird offensichtlich Missbrauch mit unserm Ruf getrieben. Wir sehen uns daher genötigt, folgendes zu erklären:

  1. Ich war einmal auf einer von der Frohburger Wirtschaftsberatung initiierten Geschädigtenversammlung und habe dort auch gesprochen. Dabei habe ich über die rechtlichen und tatsächlichen Hintergründe und etwaige rechtliche Möglichkeiten referiert. Weitere Bezugspunkte zur Frohburger Wirtschaftsberatung oder Herrn Jaschke persönlich gibt es nicht. Zu der genannten Versammlung war ich auch gar nicht eingeladen

  2. Unserer Kanzlei wusste bis jetzt nichts über die konkreten Aktivitäten dieser Organisation, noch wurde sie gar in deren Planung und Konzeption eingebunden. Wir wären auch auf gar keinen Fall in der Lage, ein Verfahren dieser Größenordnung noch im Jahre 2004 in die Wege zu leiten.

  3. Wir halten das "Klagekonzept", mit einer ominösen Argumentation isoliert gegen die Nachschlusspflicht zu Felde zu ziehen, für sinnlos und für die Betroffenen, was die Kostenrisiken betrifft, in höchstem Maße gefährlich. Geld bekommen Sie damit nicht in die Kasse. Sie initiieren aber ein Verfahren, dessen Gegenstandwert nach allen relevanten juristischen Kommentaren sich mit dem noch offenen Vertragsvolumen deckt. Dies ist bei den zum Teil über mehrere Jahrezehnte laufenden Verträgen ein unter Umständen exorbitanter Betrag

    Ein Abschlag von dieser Summe, in welcher Größenordnung auch immer, wird von der Rechtsprechung nicht gemacht, da ein obsiegendes Urteil den restlichen Anspruch ein für alle Mal vereiteln würde. Die diesbezüglichen uns zwischenzeitlich bekannt gewordenen Kostenkalkulationen sind mit der tatsächlichen Rechtslage nicht in Einklang zu bringen. Vielmehr ist mit einem Vielfachen des dort veranschlagten Kostenansatzes zu rechnen

  4. Das deutsche Recht kennt nach wie vor keine Sammelklagen, auch wenn immer etwas anderes suggeriert wird und Rechtsschutzversicherungen dies zunehmend verlangen. Darauf haben sie keinen Anspruch, wie bereits mehrere Gerichte entschieden haben. Und vor allem: kein Gericht wird eine Sammelklage mit 1.000 oder mehr Geschädigten akzeptieren. Man wird die Verfahren auftrennen

    Dies ist auch von der Sache her geboten, da nach der aktuellen und zwischenzeitlich sogar höchstrichterlich bestätigten Rechtsprechung vorsorglich zu Details der Vermittlungsgespräche und zu Aufklärungspflichtverletzungen vorgetragen werden muss. Wenn die Beweisaufnahme ergibt, dass man tatsächlich getäuscht worden ist, kommt man selbst nach der restriktiven Haltung des LG Göttingen nicht nur aus der Beteiligung heraus, sondern erhält sogar noch seine Einlage zurück. Ein ausreichender Vortrag ist aber im Rahmen der offensichtlich angestrebten Sammelklage überhaupt nicht möglich.

  5. Eine derartige Sammelklage bringt Ihnen keinen Euro in die Kasse. Ihre bisherigen Einzahlungen geben Sie damit verloren. Wenn Sie schon klagen wollen, warum sollten Sie das tun? Und: sollte ein Insolvenzverwalter ggf. die Nachschusspflicht geltend machen, was immerhin zunächst einmal die Insolvenz (noch sehr wahrscheinlich) sodann die Verfahrenseröffnung (schon deutlich weniger wahrscheinlich) und schließlich eine entsprechende Aktivität des Verwalters voraussetzt, dann können Sie immer noch reagieren.

    Dann ist auch der richtige Zeitpunkt gekommen. Ob die restlichen Vertragsvolumina eingetrieben werden oder nicht, hängt von der Neigung des jeweiligen Insolvenzverwalters ab. Der Verwalter der offensichtlich betrügerischen Real Direkt AG hat sich dazu nach unseren Erkenntnissen bemüßigt gefühlt. Derjenige der Langenbahn KG hat beispielsweise keine solchen Ansprüche geltend gemacht. Im Lichte eines Insolvenzverfahrens gerade mit dem sich zunehmend verfestigenden Kenntnisstands können Sie aber aus meiner Sicht sehr viel aussichtsreicher agieren, als zum jetzigen Zeitpunkt.

  6. Die Frage der Verjährung wird aus meiner Sicht überschätzt. Für das Bestehen oder Nichtbestehen einer Nachschusspflicht, das Thema der ominösen Sammelklage, spielt sie ohnehin keine Rolle. Ob Schadenersatzansprüche gegen die Securenta AG zum Jahresende verjähren oder nicht, ist aus meiner Sicht auch keineswegs geklärt. Hier kann man sich guten Gewissens auf den Standpunkt stellen, dass man bis zum heutigen Tage nicht über genügend Kenntnisse für eine Klageerhebung verfügte.

    Die Kenntnis ist aber neben dem Fristablauf vor 3 Jahren erforderliche Voraussetzung. Dafür reicht ein allgemeines Unbehagen dafür sicherlich nicht aus. Das Ermittlungsverfahren ist in dieser Sache eingestellt worden, die von uns beispielhaft gerügten Manipulationen müssten Sie erst im Detail kennen. Das muss man Ihnen wiederum beweisen. Was nicht so einfach sein dürfte. Hier wird zum Teil auch unseriös argumentiert.

  7. Gleichwohl - unsere Kanzlei wird in diesem Jahr keine Securenta-Mandate mit Klageauftrag mehr akzeptieren. Wir sind gerne bereit, ab Januar Ihre Interessen zu wahren. Aus unserer Sicht ist dies auch vollkommen ausreichend. Lassen Sie sich jetzt nicht in überstürzte Aktionen drängen. Die Aussage, Sie könnten Ihre Interesse mit einem Pauschalbetrag von 60,00 € wahren, ist nach unserer Überzeugung in hohen Maße unseriös. Das böse Erwachen ist nahezu unausweichlich.

  8. Abschließend möchten wir noch zu den diversen in diesem Zusammenhang zunehmend aktiven "Verbrauchervereinen" ein Wort verlieren: Hinter diesen Vereinen stehen nicht allzu selten die Anwälte, deren Mandatwerbung sie betreiben. Die Adressen der Geschädigten kann man sich über das Handelsregister beschaffen. Das wäre uns selbstverständlich ebenfalls möglich. Dass ein Anwalt in der Lage ist, einen Verein zu initiieren, sehen wir alleine noch nicht als Qualitätsausweis.

    Einer der auf diese Weise promoteten "Verbraucherschützer" vertritt an anderer Stelle selbst ein fragwürdiges Unternehmen aus diesem Bereich. Und klagt in dieser Rolle negative Auseinandersetzungsguthaben bei Geschädigten ein. Andere sollen direkt der Rechtsabteilung der Securenta AG entsprungen sein.

    Sie haben das Pech, in den größten Kapitalanlageschwindel der Nachkriegsgeschichte verstrickt worden zu sein. Dies lockt wohl auch "Kriegsgewinnler" auf den Plan. Lassen Sie sich dadurch nicht beirren. Prüfen Sie in jedem Falle sorgfältig, was von dem jeweils unterbreiteten Angebot zu halten ist und lassen Sie sich keinen unangemessenen Druck machen. Denn, wie texteten die Werber einst hierzulande:


Einmal neidappt (hineingetreten) langt.

Wir werden Sie selbstverständlich auch künftig in gewohnter Manier weiter über die aktuellen Entwicklungen informieren. So über den Umstand, dss der BGH am 29.11. diesen Jahres das Urteil gegen einen Anleger der Göttinger Gruppe aufgehoben und an das OLG zurückverwiesen hat. Der hatte sich auf den Haustürwiderruf berufen. Damit wird es nichts. Es müsse aber geklärt werden, ob der Anleger im Werbegespräch getäuscht oder jedenfalls nicht ordentlich über die Risiken des Geschäfts aufgeklärt worden ist (Az. II ZR 6/03). Wie das zu verstehen ist, werden die ausführlichen Entscheidungsgründe ergeben. Also - es ist noch nicht aller Tage Abend - bleiben Sie dran!

Zu dieser Erklärung sahen wir uns durch die aktuellen Entwicklungen genötigt.

Ihre Rechtsanwälte Wilhelm Lachmair & Kollegen