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Promistadl abgebrannt

BAFin untersagt dt. Vermögensfonds I das Finanzkommissionsgeschäft - Abwicklung des MSF Master Star Fund dt. Vermögensfonds I AG & Co KG angeordnet

München, 21.06.2005; Wir berichteten bereits vor geraumer Zeit unter Geldsuche mit dem Promistadl über ein aus unserer Sicht zweifelhaftes neues Produkt des grauen Kapitalmarkts. Auf Basis eines Konzepts, das Securenta-Gründer Rinnewitz zugeschrieben wird, wurde ein Blind-Pool-Fonds aufgelegt, an dem man sich schon mit geringsten monatlichen Beiträgen beteiligen können sollte. Den Vertrieb sollte die Futura Finanz AG, die u.a. die Göttinger Gruppe in der Spätzeit sowie Frankonia vermittelt hat. Beides Produkte, zu deren Vertrieb schon gute Nerven gehören und die entsprechend aggressiv vermarktet wurden. Die Angelegenheit erschien uns von Anfang an zweifelhaft, zumal schon die genannten Hintergründe nichts gutes ahnen ließen.

Mittlerweile wurden unsere finstersten Befürchtungen bestätigt. Mit Verlautbarung vom 15.06.2005 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitgeteilt, dass die Abwicklung des Fonds angeordnet wurde. Abwickler sei der Hamburger Rechtsanwalt Henningsmeier. Der Fonds sollte u.a. Wertpapiere erwerben und veräußern. An dem Gewinn der Geschäfte sollten die Anleger beteiligt sein. Die Aufsichtsbehörde sah darin ein verbotenes Bankgeschäft. Das entspricht voll und ganz der neuen Linie der Behörde.

Wie wir bereits in unserem Bericht unter Kontrolle darlegten, sind eine ganze Reihe von Blind-Pool-Fonds unter die Räder geraten. Dass es nun ein weiteres prominentes Produkt erwischt hat, verwundert vor diesem Hintergrund nicht. Eine ganze Reihe weiterer vergleichbarer Gesellschaften ist gefährdet, darunter ganz sicher auch die südwestRentaplus mit ihrer III. AG und wohl auch einige Gesellschaften der Frankonia-Gruppe, soweit diese sich mit Wertpapiergeschäften befassen.

Alles in allem ist dies sicherlich eine für den Anlegerschutz erfreuliche Marktbereinigung. Anders werden dies möglicher Weise die Anleger dieser Unternehmen sehen, deren Einlagen massiv gefährdet sind. Auch beim Master Star Fonds ist dies naheliegend. Auf der anderen Seite bergen solche Konstrukte für die Verbraucher so hohe Gefahren, dass diese ihr Kapital nach unserer Einschätzung ohnedies nur in den seltensten Fällen wieder zurück erwerben würden. Auch bei der sw-Rentaplus beispielsweise ist ja völlig unklar, in welchem Umfang nun Mittel der Anleger investiert worden sind oder nicht. Auch hierzu berichteten wir kürzlich unter turbulente Zeiten.

Den Geschädigten bleibt im Zweifel nichts anderes, als die Vertriebe in die Haftung zu nehmen, die ihnen derartige Produkte aufgeschwatzt haben. Inwieweit die natürlich zahlungskräftig sind, muss sich im Einzelfall herausstellen. Durch die Abwicklung wird auf jeden Fall eine Ausweitung des Schadens verhindert, was alleine schon zu begrüßen ist.