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Securenta und kein Ende

Ordnungsgemäß gekündigte Gesellschaftsverträge werden systematisch nicht bedient. Auseinandersetzungsguthaben werden ohne Grund zurückgehalten. Urkundensammelklage für mehrere derartige Kläger eingereicht. Wie lange sieht die Staatsanwaltschaft noch zu?

München, 29.03.2001 Wer heute noch glaubt, daß die Göttinger auch nur vorhaben, ihre vertraglichen Pflichten zu erfüllen, der muß sich auf eine weitere herbe Enttäuschung gefaßt machen. Wir haben nun für eine Reihe von Anlegern, deren Verträge z.T. schon seit Ende 1999 gekündigt waren eine Urkundenklage gefertigt, mit der wenigstens die mitgeteilten Auseinandersetzungsguthaben aus dem Jahr 1999 eingeklagt werden sollen. Die werden nämlich seither mit vagen und auch der Vertragslage diametral widersprechenden Ausflüchten zurückgehalten. Dabei stellt sich ohnedies die Frage, welche Zahlen die Securenta einem großen Teil ihrer Gesellschafter in den Jahren 2000 und 2001 mitgeteilt hat. Auszüge aus der Klageschrift:

"Die jeweils geltend gemachten Ansprüche sind mindestens in dieser Höhe gerechtfertigt, auch wenn das Abfindungsguthaben in einzelnen Fällen bis zum heutigen Zeitpunkt noch nicht berechnet ist. Die Beklagte kann den Anspruch nicht dadurch vereiteln, dass sie die Berechnung des Abfindungsguthabens und die Erstellung ihrer Jahresabschlüsse vorsätzlich und unter Verletzung gesetzlicher und vertraglicher Vorschriften hintertreibt. Insbesondere wäre sie zur Vorlage von Jahresabschlüssen für 2000 spätestens am 31.03.2001 und für 2001 spätestens jetzt verpflichtet gewesen.


Soweit sie in der Korrespondenz oder in mündlichen Erläuterungen der Zahlungsverzögerung angibt, "die Konkursmasse der Partin Bank müsse in den Abschluß für 1999 eingearbeitet werden", ist ohnedies nicht nachvollziehbar, wie sich das mit den Grundsätzen einer ordnungsgemäßen Buchführung vertragen können soll. Die Partin Bank hat in 1999 13 Mio. DM Verluste gemacht, wie sich aus den Jahresabschlüssen auch ergibt. Von Prognosen eines möglicherweise anstehenden Konkurses hat man in 1999 nichts gehört. Auch nicht im ersten Quartal 2000, in dem der Abschluß hätte erstellt sein müssen. Die Beklagte ist damit offen vertragsbrüchig, was den Verdacht nährt, sie habe möglicherweise schon seit längerem betrügerisch gearbeitet und der so lange als möglich zurückgehaltene desolate Jahresabschluß 1999 (unter Außerachtlassung der Erträge aus Verlustzuweisungen ein Minus von ca. 250 Mio. €) habe mit der Situation der Partin Bank gar nichts zu tun und es werde ein Schneeballsystem betrieben.

Was die Beklagte allerdings nicht entlasten kann. Nach dem Recht der fehlerhaften Gesellschaft schuldet sie das Auseinandersetzungsguthaben. Die Grundlagen der Ermittlung wurden im frühesten Fall im November 2000, ansonsten im Mai und Juni 2001 - als schon eine wenn auch nicht präsentierte, so doch unter dem 06.02.2001 testierte Bilanz 1999 existierte, mitgeteilt. Die Beklagte könnte sich deshalb allenfalls mit dem Argument entlasten, sie habe vorsätzlich falsche Gewinnmitteilungen in die Welt gestellt, um die Gesellschafter ruhig zu stellen. Man wird sehen, ob die Beklagte diese Chuzpe aufbringt.

Ohnedies kann auch die Frage, warum ein solcher Abschluss nicht rechtzeitig erstellt und mitgeteilt wurde, unbeantwortet bleibt. Die Auszahlungsklausel lässt klar erkennen, dass es darauf weder ankommen kann noch ankommen soll. Es gibt dafür keine nachvollziehbaren Kriterien genügende Begründung. Vier Wochen nach Wirksamwerden der Kündigung ist eben vier Wochen danach."


Wer hat noch einen alten Securenta-Prospekt? Wir suchen den ersten aus dem Jahre 1988. Bitte senden Sie uns ein Exemplar oder auch Kopien davon kurzfristig zu. Wir wären ihnen sehr zu Dank verpflichtet. Wer hat andere, positive Erfahrungen mit dem Finanzkonzern gemacht? Auch so etwas interessiert uns natürlich.

In Kürze werden wir einen Bericht über die zahlreichen Nachfolgemodelle bringen, angefangen von RWB über Frankonia bis hin zu Exoten wie Schreiber Vermögensverwaltung oder OIL. Bleiben Sie dran!