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Offenbar sind Anlegeradressen im Umlauf; "Patentrezepte" und Ratschläge werden aufgedrängt; Seriosität oft nicht überprüfbar
München, 29.11.2002; Viele Opfer der Göttinger Gruppe finden derzeit verwunderliche Post in ihrem Briefkasten. Mal schreibt ein Anwalt, mal ein Verein, vielleicht auch mal ein Detektiv. Die den meisten Betroffenen mittlerweile sattsam bekannte Problematik wird dargestellt, verbunden mit der Empfehlung, nun aber schleunigst etwas zu tun. Und immer kann geholfen werden. Man müsse nur den betreffenden Anwalt oder Detektiv beauftragen oder dem betreffenden Verein beitreten, dann werde schon alles gut. Dann kann man schnell seine Rechte durchsetzen, alles, was man bislang vermisst hat, geht dann wie von selbst.
Jüngstes Beispiel ist die Offerte eines Vereins der Rentensparer und Kapitalanleger e.V. in Jena, der auch gleich Wege aufzeigt, aus der Beteiligung auszusteigen. Nun können seine Tipps ja durchaus hilfreich sein, prüfbar ist das allerdings nicht. Und was es kostet, erfährt man ebenfalls nicht, ebenso wenig übrigens, wie wer hinter diesem Verein steckt.
Abzocke oder seriöse Dienstleistung? Schlauer wird man dadurch nicht. Das ist sehr bedauerlich, zumal in vergleichbaren Fällen zuweilen überaus dilettantisch vorgegangen wird (vgl. den Bericht: "Leichenfledderer"). Natürlich benötigt aus unserer Sicht jeder Beteiligte kurzfristig rechtliche Beratung. Wir empfehlen dazu, ggf. die Verbraucherzentralen zu kontaktieren oder über andere Quellen einschlägig spezialisierte Rechtsanwälte zu ermitteln.
