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Beltana Garantieinvestfonds - widersprüchliche Blackbox

Prospekt schwankt zwischen betonter Kapitalsicherheit und Totalverlustrisiko - unklare Investitionspolitik problematische Kapitalaufbringung

 

München, 03.07.2008; Vor geraumer Zeit berichteten wir im Rahmen unserer Recherchen zur R + W Vermögensmanagement AG auch über deren Verquickungen zur Beltana AG. Hier hatte es einige Überschneidungen gegeben, z.B. hielt die zwischenzeitlich insolvente R + W einen stillen Gesellschaftsanteil an einer Gesellschaft der Beltana-Gruppe. Sie stellte bis Ende 2006 auch die Adresse für den Registertreuhänder der Gesellschaft, eine gewisse Opus GmbH. Zwischenzeitlich ist die Gesellschaft nach Seehausen am malerischen Staffelsee umgezogen. Geschäftsführer ist nun ein Rechtsanwalt Zistl.

Die Gesellschaft bietet in Form der Kommanditbeteiligung Beteiligungssparpläne für ein Geschäftskonzept, das zunächst den Erwerb gebrauchter Lebensversicherungen und jetzt offensichtlich die Beteiligung an einem Private Equity Fonds vorsieht. Der Clou soll eine Kapitalrückflussgarantie nach dem Ende der vereinbarten Laufzeit sein. Bei dem Fonds selbst handelt es sich um den zwischenzeitlich 309 Millionen € schweren Alpha CEE der Schweizer Managerin Alpha Associates. Dieser Fonds wendet sich ausschließlich an institutionelle Anleger. Damit werden immerhin Investitionen erschlossen, die Kleinanlegern ansonsten nicht ohne weiteres zugänglich sind.

Ob dies schon reicht, die Beteiligung als empfehlenswert einzustufen, muss allerdings mit Skepsis beurteilt werden. Bedingt durch die Konzeption als Beteiligungssparplan müssen dramatische Nachteile in Kauf genommen werden, die dazu führen, dass zunächst nur ein sehr geringer Anteil des Kapitals investiert werden kann. Dieser soll bei bis dahin geworbenen 4,5 Millionen € in bar und ausstehenden Einlagen von etwa 13,5 Millionen € bis dahin lediglich 1,2 Millionen € betragen haben, wobei 500.000,-- € in das Geschäft mit gebrauchten Lebensversicherungen und 635.000,-- € in den vorgenannten Fonds flossen. Der Rest floss in Verwaltungskosten, Vertriebsprovisionen und sonstige Aufwendungen. Ein sinnvolles Investment sieht natürlich anders aus.

Ob sich die Verhältnisse im Laufe der Beteiligungszeit noch gerade ziehen lassen, bleibt abzuwarten. Der Kostenfaktor, der durch den Einzug kleinster Beteiligungsraten (laut Prospekt ab 50,-- € monatlich) sowie die Verwaltung zahlreicher Gesellschafter ergibt, wird in aller Regel deutlich unterschätzt. Hinzukommt, dass Ärger mit den Anlegern nicht ausbleiben wird. Man bedient sich teilweise äußerst aggressiv auftretender Vertriebsformen, wobei auch nicht ganz klar ist, ob die tatsächlich mit den im Prospekt ausgelobten Provisionen zufrieden sind. Hier hat man in der Vergangenheit teilweise mit Vertrieben zusammengearbeitet, die hier schon deutlich negativ aufgefallen sind.

Uns liegt ferner eine Vertriebspräsentation vor, die die Risiken grob verharmlost. Insoweit scheint uns auch der Prospekt eher widersprüchlich zu sein. Dies vor allem auch vor dem Hintergrund, dass die immer in den Vordergrund gerückte Kapitalrückflussgarantie sich ja nur auf die tatsächlichen Investitionsbeträge beziehen kann und im Übrigen erst in zahlreichen Jahren zum Tragen kommt. Die Initiatorin selbst, die sich wortgewaltig als "Beltana - Gruppe" feiern lässt, ist bislang auch noch nicht als große Initiatorin auf den Plan getreten. Die Beltana AG wurde in 2004 gegründet, der im Prospekt gefeierte Experte und 1. Vorstand Dirk Maurer ist bereits wieder abgetreten.

Eine gewisse Skepsis scheint also angebracht zu sein. Wir beobachten die Sache für Sie selbstverständlich weiter.