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Gipfel der Heuchelei

Chef der Futura Finanz AG fordert "tiefgreifende Qualitätsoffensive auch bei geschlossenen Fonds" - Futura vermittelte in großem Umfang Göttinger-Gruppe-Beteiligungen und heute noch Beteiligungen an der Frankonia AG.

München, 17.02.2004; Manchmal fällt es einem schwer, die Dinge zu glauben, die man liest. Ausgerechnet Michael Turgut, Chef der Hofer Futura Finanz AG, die praktisch bis zur letzten Minute und trotz zahlreicher Warnhinweise Securenta-Beteiligungen vertrieben hat und die noch heute in so großem Umfang für die artverwandte Produkte anbietende Frankonia AG tätig ist, dass ihr Name sogar auf die Verkaufsprospekte gedruckt ist, fordert eine "produktbezogene Qualitätsoffensive". Das schmerzt. Jetzt sollen die Produkte bei einem unterstellten durchschnittlichen Verlauf für den Endkunden nicht mehr als maximal 10% an Nettoemissionskosten beinhalten, also für Konzeption, Vertrieb etc.. Sagt jemand, der weiß, dass bei den beiden vorgenannten Produkten eher das doppelte realistisch war und der sicherlich auch weiß, wie sich derartige Provisionen auf die Unternehmen auswirken. Dies hat die Kripo München in einem Berechnungsbeispiel bekanntlich festgestellt.

Nun soll es also eine unabhängige Mittelverwendungskontrolle geben und eine positive Bewertung der Fondsgesellschaft durch eine anerkannte Rating-Agentur. Sagt jemand, dessen Unternehmen Securenta-Beteiligungen noch zu einem Zeitpunkt vermittelt hat, wo schon klar war, dass die Wirtschaftsprüfer den Jahresabschluss für 1999 nicht absegnen würden und wo negative Presse in massivster Form vor diesem Unternehmen warnte. Sagt jemand, der nach wie vor hochproblematische atypische stille Beteiligungen oder jüngsterdings KG-Beteiligungen an den Blind-Pools der Deutschen Frankonia vermittelt, einer zwischenzeitlich auch in massive Kritik geratenen Unternehmensgruppe.

Sagt jemand, dessen Mitarbeiter von der Plusminus-Redaktion beschuldigt werden, dass die Gespräche in der Regel nach einem genau eintrainierten Protokoll mit dem einzigen Ziel, dem Kunden eine möglichst hohe Beteiligung bei der Frankonia zu verkaufen, abliefen. So zitiert Plusminus den Ex-Vermittler Martin Köck:

"Das ist keine Anlagenberatung. Das Ziel ist es, den Kunden auszurauben bis zum letzten Pfennig. Auszubeuten. Und das (Geld), in eine sogenannte Anlage zu stecken, die Vorteile fingiert, die niemals dem Kunden sein Geld - weder mit Gewinnen noch überhaupt - mal bringen wird."

Eine Qualitätsoffensive fordert ausgerechnet der Chef einer Organisation, deren Mitarbeiter in mindestens einem Fall einen hier vertretenen Kunden dazu bewegt haben soll, Lebensversicherungen zu Geld zu machen und den Rückkaufwert in solche Produkte zu stecken. Wir können nicht glauben, dass es bei dem einen Fall geblieben sein sollte.

Ob man das auf der hauseigenen Akademie lernt ? Die aktuelle Finanztest-Ausgabe März/2004 enthält dazu Erstaunliches. Ein Wochenendseminar für 120,-- Euro, und schon geht's los.

Aus unserer Sicht ist dieser Aufruf deshalb nichts anderes als:

Der Gipfel der Heuchelei.