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Krise - welche Krise

Frankonia stellt Zahlungen der Entnahmen ein - Vertriebspartner Futura Finanz herausgekegelt - KWG-Problematik auch bei der Frankonia?

München, 28.10.2004; Es tut sich was im Bereich unserer Anlage-Sorgenkinder. Nachdem immer neue Konzepte auf den Markt drängen, deren Nutzen für die breite Masse der Anleger eher fragwürdig erscheint und nachdem die Totenglocken für das ehemalige Vorbild Göttinger Gruppe immer lauter zu läuten scheinen, nachdem die Recht-sprechung spektakuläre Wendungen vollzieht und die Finanzmarktaufsicht immer deutlicher die Zähne zeigt, wird es für die einzelnen Beteiligten zunehmend eng und ungemütlich.

Inzwischen häufen sich auch alarmierende Meldungen über die Deutsche Frankonia und ihre Töchter. Zunächst hat man sich vom Vertrieb, der Futura Finanz, getrennt. Dies angeblich, weil Futura-Chef Michael Turgut ein schlechter Mensch sei und sogar Steuern hinterzogen habe. Tatsächlich wohl eher, weil Turguts Engagement für den Deutschen Vermögens-Fonds, einer Konkurrenzveranstaltung ebenfalls aus Göttinger Feder, bei den Würzburger Machern nicht gut ankam. Oder weil er einfach nicht mehr wollte. Turguts Leute sind bekanntlich wegen überaus aggressiver Vertriebspraktiken in die Kritik u.a. der Plusminus-Redaktion geraten.

Liquiditätsprobleme?

Nur kurze Zeit später stellt sich der neue Vorstand der Frankonia Sachwert AG, Frankonia Wert AG und Frankonia Direkt AG den Anlegern persönlich in einem Rundschreiben vor. Dabei kündigt er auch gleich drastische Veränderungen an. So werden von Oktober an die vereinbarten Entnahmen eingestellt. Dazu heißt es, dass man "zur Absicherung von finanziellen Risiken alle liquiden Mittel zunächst bei der Gesellschaft" behalten will. Ein verständlicher Schritt, der allerdings tief blicken lässt.

Die Geschäfte liefen zumindest in der Vergangenheit schlecht. Eine Reihe von Beteiligungsunternehmen wie die Cargolifter oder die Körber Kunststofftechnik sind im Vermögensverfall; was sonst alles mit den Kundengeldern passiert ist, erschließt sich wie im Fall Securenta nur schwer. Die Akquisition neuer Kunden wird zunehmend erschwert, was etwa im Falle Securenta zu gravierenden Problemen geführt hat. Denn jedenfalls dieses Modell, das man als "modifiziertes Schneeballsystem" bezeichnen darf, war auf den ständigen Zufluss frischer Mittel angewiesen.

BAFin zieht Wertpapier-Fonds aus dem Verkehr

Und weitere dunkle Wolken stehen am Himmel. So beginnt die Aufsichtsbehörde, geschlossene Fonds aus dem Verkehr zu ziehen, soweit sie Wertpapiere an- und verkaufen. Hier hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof bereits erkannt, dass es auf eine wirtschaftliche Betrachtungsweise ankomme. Immer wenn ein geschlossener Fonds eine "Kapitalanlage" anbiete, sei von einem Handeln für Dritte und damit von einem verbotenen Bankgeschäft (Finanzkommissionsgeschäft) auszugehen (Urteil vom 26.04.2004, 6 TG 3495/03).

Das hat u.a. dazu geführt, dass nach unseren Informationen Turguts jüngstes Baby, der Deutsche Vermögens-Fonds (Siehe Geldsuche mit dem Promistadel) den weiteren Vertrieb ausgesetzt haben soll. Eine Reihe von Fonds (SD Global Equity AG & Co. KG; Vario Renta, MV Capital Management Vermögensfonds u.a.) wurden bereits aus dem Markt genommen. Und auch hier ist ein gewisses Gefahrenpotential nicht von der Hand zu weisen. Denn auch die CSA und die Frankonia-Gesellschaften handelten jedenfalls zum Teil mit Wertpapieren.

Es steht nicht zum Besten. Vor diesem Hintergrund gibt es wohl allen Grund, das Geld zusammenzuhalten - soweit es noch da ist.