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Leichenfledderei II. - "Wirtschaftsfahndung" H Krügel wieder auf Geldsuche

Umstrittener Detektiv wendet sich an Aufina-Geschädigte - Interessengemeinschaft in Gründung - nebulöse Versprechungen - Kollision mit Insolvenzverfahren

München, 11.07.2006; Und er kanns nicht lassen: Harald Krügel gründet wieder eine Interessengemeinschaft. Dieses Mal geht es um die Suche nach Anlegergeldern im so genannten Aufina - Skandal. Sie erinnern sich nicht gleich? Keine Sorge, das Ganze ist auch schon etwa drei vier Jahre her. Damals wurden gut 6.000 Kunden um etwa 40 Millionen Euro geschädigt. Ende April in wurde Anklage zur Wirtschaftskammer des Landgerichts Düsseldorf erhoben. Angeklagt sind der Hauptverantwortliche Frank Burtelt, der sich schon zuvor durch zweifelhafte Immobiliengeschäfte hervortat, wie auch Ex - Aufina - Vorstand Rainer Möller.

Glaubt man der Branchenpostille "kapital- marktintern", dann ist Zurückhaltung angebracht. Wörtlich textet die Düsseldorfer Redaktion in Ihrer Ausgabe 27/06 vom 07.07.2006:

Bei Interessengemeinschaften, die mit windigen Spekulationen operieren, raten wir zur Zurückhaltung - auch angesichts des Umstandes, dass uns bei den in der Vergangenheit dokumentierten Aktivitäten Krügels keine Informationen vorliegen, ob hier nennenswerte Erfolge bzw. Rückflüsse erzielt werden konnten (vgl. k-mi 25, 26/04, 04/05). Für Aufina - Anleger bleibt zunächst die traurige Erkenntnis, dass anscheinend ein Großteil des Geldes schlicht verbraucht wurde - es sei denn im soeben angelaufenen Strafverfahren vor dem Landgericht Düsseldorf (vgl. k-mi, 24/06) ergeben sich noch andere Erkenntnisse.


Ferner berichtet in das Blatt, dass der Staatsanwaltschaft Düsseldorf "trotz intensiver Ermittlungen mitsamt Kontenprüfungen keine verwertbaren Erkenntnisse" über den Verbleib der Aufina - Gelder vorliegen. Es habe zwar unter den Anlegern vereinzelt Vermutungen gegeben, dass die Aufina - Gelder nach Südafrika abgeflossen seien. Entsprechende Recherchen hätten allerdings nichts ergeben. Aus unserer Erfahrung ist es auch nichts Ungewöhnliches, dass in jedem vergleichbaren Fall entsprechende Spekulationen auftreten. Dies, weil man sich offensichtlich nicht vorstellen kann, dass solch gewaltige Summen schlicht verbraucht wurden. Wobei gerade dies nicht selten der Fall ist, wie etwa das Beispiel der Securenta AG zeigt, wo noch ungleich größere Geldbeträge vernichtet wurden.

Und eines verschweigt die "Wirtschaftsfahndung" Krügel ihren Kunden zudem: Auch über das Vermögen der Aufina läuft ein Insolvenzverfahren (Amtsgericht Düsseldorf, Aktenzeichen 500 IN 164/03). Das heißt, selbst wenn es Krügel gelänge, Aufina - Gelder zu lokalisieren, würden diese nicht den Mitgliedern der Interessengemeinschaft, sondern der Insolvenzmasse zufließen. Krügel kennt das ja schon. Wer unserem Bericht "Leichenfledderei" gelesen hat, dem wird das vielleicht bekannt vor kommen. Damals ging es um Gelder der Langenbahn KG und damals endete nach entsprechenden Hinweisen und einem einschlägigen Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft beim Landgericht München I (Aktenzeichen 316 Js 44952/02) die Interessengemeinschaft ziemlich schnell im Nirwana.

Und auch im Falle AKJ, zu dem Krügel eine Interessengemeinschaft veranstaltet hat, gab es / gibt es ein entsprechende Insolvenzverfahren. Hier hatte sogar die Stiftung Warentest gewarnt. Ob ein Mitglied dieser IG jemals Geld gesehen hat, steht in den Sternen. Wir glauben es nicht. Aber wer sich für die aktuelle Interessengemeinschaft interessiert, kann Krügel ja fragen. Wir haben jedenfalls den dringenden Verdacht, dass die Aktivitäten der "Wirtschaftsfahndung" Krügel vielfach nicht durch das Geschädigten Interesse motiviert sind.

Deshalb können wir uns der Warnung des Düsseldorfer Branchenbriefs nur anschließen.