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Doppelpleite

Securenta AG schafft doppelte Insolvenz - zwei Insolvenzverwalter bestellt - "Arbeitsgemeinschaften" einiger Anwaltskanzleien werben mit Angstmache um Mandate

München, 12.06.2007; Nun ist es also amtlich: Gegen die Securenta AG sowie die Göttinger Gruppe Holding ist jeweils die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet worden. Spektakulär geht es dabei bei der Securenta zu: Hier gibt es nicht nur einen, sondern sogar zwei Insolvenzverwalter, die sich nun möglicherweise um die Pfründe zanken. Zunächst bestellte am 07.06.2007 das Amtsgericht Göttingen den Hamburger Steuerberater, Rechtsanwalt und Notar Peter Knöpfel. Nur wenig später, am 08.06. um 13 Uhr, zog das Amtsgericht Charlottenburg nach. Hier wurde der Berliner Rechtsanwalt Rolf Rattunde mit derselben Aufgabe betraut. Dieser ist - alleine - auch noch vorläufiger Insolvenzverwalter der Göttinger Gruppe Beteiligungs-GmbH sowie der Göttinger Gruppe Vermögens- und Finanzholding GmbH und Co. KGaA.

Nach unserer vorläufigen Einschätzung dürfte der zuerst bestellte Hamburger Anwalt das Rennen machen. Die Sitzverlegung nach Berlin wurde im Handelsregister noch nicht vollzogen, womit jedenfalls auch Göttingen für einen derartigen Antrag zuständig wäre. Und dann gilt: Wer zuerst kommt, malt zuerst. Wobei auffällt, dass ausweislich des Göttinger Tageblatts in Berlin Eigenanträge des gewesenen Finanzkonzerns vorliegen sollen, während in Göttingen noch ein Anleger vorpreschte. Damit dürfte der Schlusspunkt der schillernden Geschichte der ehemals stolzen Göttinger Gruppe erreicht sein. Und was die Geschädigten wenigstens etwas trösten dürfte: Wenn die notwendigen Zuständigkeitsfragen geklärt sind, wird man an die Aufarbeitung des Skandals gehen.

Sogar die Staatsanwälte wollen diesmal aktiv werden (vgl. Wie ein Schneeball in der Sonne). Als gutes Zeichen deuten wir, dass das Amtsgericht Göttingen davon abgesehen hat, eine lokale Größe zu bestellen, sondern auf einen Hamburger Insolvenzverwalter ausgewichen ist. Auf diese Weise kann man effektiv Spekulationen entgegentreten, dass hier zum letzten Mal "getrickst" werden soll. Man kann nur hoffen, dass sich der Verwalter mit dem wahren Kern der "Geschäfte" auseinandersetzen wird und dass - gerade nach dem Umzug - von den Akten der Gesellschaft noch genügend auffindbar sein wird, um die Geschäftspraktiken der letzten 10 Jahre zu analysieren.

Was ist nun für die Anleger zu tun

Aus unserer Sicht kann man die Dinge auf sich zukommen lassen. Unsere Empfehlung, die Zahlungen spätestens jetzt einzustellen, halten wir natürlich aufrecht. Es kann gut sein, dass der Verwalter den Einzug ohnehin stoppt. Andererseits sehen wir keinen Anlass, als Anleger jetzt in großen Aktivismus auszubrechen. Wenn hier, wie teilweise geschehen, erklärt wird, "garantiert" werde der Insolvenzverwalter als erstes die restlichen Vertragssummen oder einen Nachschuss einfordern, dann halten wir dies für reichlich gewagt und bislang durch nichts belegt. Und wenn, kann man dies immer noch abwarten. Zahlen sollte man natürlich auf eine solche Aufforderung niemals, ohne vorher einen Anwalt konsultiert zu haben.

Andererseits entspricht es nicht unserer Erfahrung, dass Insolvenzverwalter derartiger Unternehmungen zu solchen "Amokaktionen" neigen. Dies insbesondere, wenn wie hier nun ein neues Ermittlungsverfahren in Gang gesetzt wird. Und dass es eine echte Fortführungsprognose gibt, davon gehen wir nicht aus. Ebenso wenig übrigens auch davon, dass eine nennenswerte Insolvenzquote herauskommt. Die Möglichkeiten für die Anleger sind vor diesem Hintergrund eher beschränkt. Und wer - was wir uns vorstellen können - Vermittler oder Vorstände in die Haftung nehmen möchte, wird auf eine solide Einzelfallprüfung nicht verzichten können. Das ist allerdings das, was die nunmehr vehement auftretenden Arbeitsgemeinschaften hier möglicherweise nicht bieten werden wollen.

In jedem Falle sollte man sehr sorgfältig nachfragen, ob eine ausreichend individuelle Vertretung gewährleistet werden kann. Und darauf sollte man als Anleger mindestens bestehen. Zumal das ja auch nicht mehr kostet. In der Regel treten Rechtsschutzversicherungen jedenfalls für eine Prüfung ein, wenn sie zum Zeitpunkt des Beitritts bereits bestanden haben.

Wir bleiben für Sie weiter am Ball. Unsere Kanzlei beschäftigt sich seit dem Jahr 2000 mit der Problematik. Selbstverständlich vertreten wir auch geschädigte Anleger gegen Vermittler und Vorstände. Was weiter noch machbar sein wird - wir werden es zu gegebener Zeit an dieser Stelle mitteilen.