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Warum schweigt die Raiffeisenbank in Forchheim?

Etliche Banken verhalten sich mittlerweile professionell gegenüber Langenbahn-Geschädigten - andere stecken einfach den Kopf in den Sand.

München, den 17.07.2006. Für Langenbahn-Opfer, die ihre Beteiligung über einen Kredit finanzierten, besteht nach wie vor die Hoffnung, zumindest mit einem blauen Auge aus der Angelegenheit heraus zu kommen - möglicherweise sogar besser. So berichteten wir bereits in der Vergangenheit von einem Fall, in dem die Sparkasse Fürth vor dem Landgericht Zwickau damit scheiterte, ein Darlehen für die Finanzierung einer Beteiligung an der W. Langenbahn KG einzuklagen (siehe Langenbahn KG). Das OLG Dresden entschied dann zwar zugunsten der Sparkasse. Dieses Urteil kann aber aufgrund der mittlerweile ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes keinen Bestand haben. Der Bundesgerichtshof bewilligte uns daher auch für das Rechtsmittel gegen die Entscheidung aus Dresden Prozesskostenhilfe, Az.: II ZR 119/04. Auch die Sparkasse Fürth hat ihre aussichtslose Situation wohl erfasst, da sie bereits anbot, die Klage zurückzunehmen.

In einem Verfahren vor dem Landgericht Bochum wurde eine ähnliche Klage einer Volks- und Raiffeisenbank ebenfalls abgewiesen, Az.: 1 O 267/04. Als das Oberlandesgericht Hamm, Az.: 31 U 75/05, in der Berufungsverhandlung erklärte, dieses Urteil bestätigen zu wollen, kam ein Vergleich zustande, nach dem sich die Bank verpflichtete, den beiden Langenbahn-Geschädigten sogar einen Teil der in der Vergangenheit auf das Darlehen geleisteten Zahlungen zu erstatten.

Diese Ergebnisse zeigen, dass auch heute noch durchaus die Möglichkeit besteht, die Situation von Langenbahn-Geschädigten gegenüber den finanzierenden Banken zu verbessern. Dies gilt nach unserer Bewertung vor allem dort, wo die Anbahnung des Geschäftes in einer Privatwohnung oder am Arbeitsplatz stattgefunden hat oder, wenn es sich um Abschlüsse aus den Jahren 1996 und 1997 handelt. Zu diesem Zeitpunkt war die wirtschaftliche Situation der W. Langenbahn KG bereits so schlecht, dass die Anleger eigentlich darauf hätten hingewiesen werden müssen. Nachdem dies bedauerlicherweise unterblieben ist, stehen den Geschädigten Schadensersatzansprüche gegenüber der W. Langenbahn KG zu. Auch, wenn letztere seit Jahren insolvent ist, können diese Schadensersatzansprüche aus unserer Sicht den finanzierenden Banken im Wege des Einwendungs- und Rückforderungsdurchgriffes entgegen gehalten werden. Dies wurde beispielsweise durch das Kammergericht Berlin ausdrücklich bestätigt, Az.: 4 U 77/03.

Einige der betroffenen Banken haben auf diese Situation mittlerweile reagiert und bieten den Geschädigten Vergleiche an, die teilweise tatsächlich zu einer interessengerechten Erledigung führen können. Angesichts dessen wurden auch für einen Großteil unserer Mandanten in den letzten Monaten entsprechende Vergleiche abgeschlossen.

Andere Banken verweigern sich derartigen Lösungen scheinbar grundsätzlich. Dies betrifft nach unserer Erfahrung u.a. die Sparkasse Nürnberg, die Dresdner Bank und die Vereinigten Raiffeisenbanken Gräfenberg-Forchheim-Eschenau-Heroldsberg eG. Letztere geht sogar so weit, auf unsere Verhandlungsbemühungen einfach gar nicht mehr zu reagieren. Wir gehen davon aus, dass dies möglicherweise mit dem Umfang der Finanzierung von Langenbahn-Opfern zusammen hängt.

Dazu würde passen, dass gerade in Forchheim eine Vertriebsabteilung der W. Langenbahn KG saß, die auch maßgeblich für die Zusammenarbeit mit den Banken zuständig war. So erklärt sich auch, warum gerade Banken und Sparkassen aus dem Großraum Nürnberg so häufig Beteiligungen an der W. Langenbahn KG finanzierten. Es ist für uns daher durchaus vorstellbar, dass gerade die Raiffeisenbank aus Forchheim sich in einem Umfang engagierte, dass es mittlerweile für sie wirtschaftliche Problem zur Folge hätte, wenn sie mit den Langenbahn-Geschädigten angemessene Vergleiche abschließen würde.

Nach unseren Erfahrungen sollte man sich durch ein derartiges Verhalten aber nicht abschrecken lassen - vielmehr zahlt sich Hartnäckigkeit häufig aus. Betroffenen empfehlen wir daher nach wie vor, sich über ihre Situation individuell anwaltlich beraten zu lassen. Gerne können Sie sich dazu an den hier zuständigen Rechtsanwalt Tobias Pielsticker wenden. Selbstverständlich werden wir aber auch an dieser Stelle weiter berichten, sofern uns neue Erkenntnisse vorliegen.